42. Impuls - Dienstag, 16.04.2019

er setzte sich

gönnen können

„Man muss auch jönne könne“ – so haben es meine Großeltern gesagt. Diese rheinländische Weisheit, begleitet mich seit klein auf. Und tatsächlich, mit diesem Gedanken im Hinterkopf, ist es mir noch nie schwergefallen, mich für andere zu freuen. Sich über Dinge zu ärgern, die andere haben, aber ich nicht, ist mir ehrlicherweise viel zu anstrengend.

Viel lieber gönne ich ihnen die Zeit, mich mit ihnen gemeinsam zu freuen. Es steckt an, wenn Glück und Freude miteinander geteilt werden. Was mir zugleich ein befreiendes Gefühl gibt. Und das steckt an.

Und damit bin ich ganz nah dran, an Jesus. Egal welche Erzählung man sich aus dem Neuen Testament vornimmt, er ist der, der den Menschen seine Zeit gönnt. Er setzt sich zu ihnen, hört ihnen zu und fragt sie sogar, was sie wollen. Und die Menschen erzählen es weiter, verändern ihre eigene Sicht auf andere und ihren Umgang mit ihnen. Vielleicht kann auch meine „Weisheit“ andere in der Fastenzeit anstecken.

(FN)

ZurĂĽck zum Archiv der bereits erschienenen Fastenimpulsen 2019