39. Impuls - Sonnabend, 13.04.2019

er sorgt fĂĽr euch.
1 Petr 5,7

Die Welt retten

Es gibt sie, diese kleinen Momente der Klarheit.

Was mache ich hier eigentlich? Ist das nicht alles ein Wahnsinn?

Im Drogeriemarkt kann mir das passieren, wenn ich auf die vielen Kunststoffflaschen schaue, in denen Duschgels mit „Acylatem Copolymer“ (also Mikroplastik) abgefüllt sind, auf die Plastikbeutel mit Waschpulver und giftigen Bleichmitteln, auf die kunstvoll verzierten Kosmetiktiegel, in denen sich lediglich mikroskopisch kleine Mengen Creme oder Schminke befinden. Nicht zu vergessen die Geschenkpackung mit den kleinen, in Folie eingepackten Schokotäfelchen und der extra dicken Schleife drumherum.

Der ganze Sch… wird gekauft. Manchmal auch von mir, weil es so hübsch aussieht oder ich nicht noch in einen anderen Laden will oder aus schierer Gewohnheit. Es scheint unfassbar. Soviel Müll. Soviel unnützes Zeug. So viele Schadstoffe.

Die Menschen im Laden greifen zu, packen ein.

Was bringt es da, wenn ich die Sachen heute stehen lasse und Alternativen suche?

Es ist nicht mal ein Tropfen auf den heiĂźen Stein.

Niemand kann die Welt alleine retten. Aber das muss ja auch niemand. Als Christin glaube ich, dass Gott uns schon erlöst hat, durch die Auferstehung seines Sohnes Jesus. Das feiern wir an Ostern. Wenn versuche, mir das klar zu machen, ist das eine ebenso gewaltiger wie unfassbarere Gedanke. Und er ist ein Gegengewicht zu all dem, was mir im Leben als unlösbare Aufgabe erscheint.

(DMU)

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